Page 25 - Schönberg im Winter 2021
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Nicht bereit sein, wenn der König kommt …



       … denn das wäre tragisch! Was ist, wenn es an unserer Haustür klin-  besuchen. Als die Wirtin auf ihren Fauxpas angesprochen wurde,
       gelt und ein echter König oder eine Königin steht vor unserer Tür   war ihr die Situation mehr als unangenehm. Ihre Erklärung, warum
       und möchte uns besuchen? Vielleicht die Queen. Oder Kronprin-  sie den königlichen Besuch nicht erkannte: „Nun, ich habe keine Zeit,
       zessin Mette-Marit aus Norwegen oder König Willem-Alexander   den ganzen Tag Illustrierte zu lesen!“ Ihr Mann Michael meinte nach
       aus den Niederlanden. Doch wir sind darauf nicht vorbereitet …   der verpassten Chance, das schwedische Königspaar zu bewirten,
       Nun, am 22. August 2011 passierte aber genau das in einer klei-  sie seien nun „die Deppen von Ladenburg“…
       nen Gaststätte in Ladenburg bei Heidelberg. Zur Mittagszeit stand
       ein freundliches älteres Ehepaar, ca. Mitte 60, vor dem „Güldenen   Diese Situation erinnert uns daran, dass der von Gott gesandte
       Stern“, dem ältesten Gasthaus der Stadt, und studierte die Spei-  König-aller-Könige, zu uns kam. Sein Name: Jesus – was wörtlich
       sekarte. Die Wirtin trat hinzu und bemerkte etwas schroff: „Alles   „Retter“ oder „Heiland“ bedeutet. Von den meisten unerkannt wur-
       voll! Hier wird gerade eine Hochzeit gefeiert. Alle Tische sind belegt.   de er Mensch in einem winzigen Ort namens Bethlehem in Israel.
       Vielleicht ist ja nebenan in der Pizzeria noch etwas frei.“ So zog das   Kaum jemand war seinerzeit darauf vorbereitet. Die Bibel berichtet:
       Ehepaar hungrig weiter zum benachbarten Italiener „Da Vinci“. Sehr   „Er kam in die Welt, die ihm gehört, und die Menschen erkannten
       zur Freude des Inhabers, denn der erkannte sofort, wen er da vor   Ihn nicht. Sein eigenes Volk nahm ihn nicht auf.“ Hätte die Wirtin das
       sich hatte. Nämlich das schwedische Königspaar Carl Gustaf und Sil-  schwedische Königspaar erkannt, wäre sie vor einer Peinlichkeit be-
       via! Was machten die dort? Nun, Heidelberg ist ja die Geburtsstadt   wahrt geblieben. Doch zu Weihnachten steht mehr auf dem Spiel,
       der schwedischen Königin. Und so kommt es ab und zu vor, dass   als ein Tritt in ein Fettnäpfchen oder ein „Depp“ zu sein. Wer den
       die beiden ohne protokollarischen Zwang die Region Rhein-Neckar   Sohn Gottes anerkennt, hat ewiges Leben. Wer nicht an Ihn glaubt,
                                                           bleibt verloren. Die Bibel sagt: „All denen aber, die ihn aufnahmen
                                                           und an seinen Namen glaubten, gab er das Recht, Gottes Kinder zu
                                                           werden.“ Ich finde es gut und wichtig, dass diese Nachricht in diesen
                                                           Tagen in unseren Kirchen Hauptthema sein wird, denn seit mehr als
                                                           2.000 Jahren lautet die rettende Botschaft an uns Menschen: „So
                                                           sehr hat Gott diese Welt geliebt, dass Er seinen Sohn sandte. Jeder
                                                           nun, der an Ihn glaubt, bekommt ewiges Leben und wird nicht ver-
                                                           loren gehen.“ (Johannes 3, 16)  –  Allen Lesern wünsche ich eine
                                                           besinnliche Weihnachtszeit!

                                                                                                    Hans Becker
                                                                                      Christliche Gemeinde Barsbek
































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